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Nahrungsergänzung

Gesunden Pillen, Kapseln und Pülverchen sind im Trend. Sie verkaufen Gesundheit und ewige Jugend. Doch nachwievor ist nicht geklärt ob die Versprechungen der Pharma gehalten werden können oder ob es sich hierbei nur um einen aufgebauschten Millionen-Schwindel handelt. Bilden Sie sich selbst ein Bild.

Wenn Nahrungsergänzung zur Gefahr wird

Forscher der New Yorker Cornell Universität bestimmten die zellschützende Aktivität von 100 Gramm Apfel, der insgesamt zwölf Milligramm Vitamin C enthielt. Diese war genauso groß wie die Wirkung von 1500 Milligramm reinem Vitamin C. Wie das? Der Apfel enthält neben dem Vitamin C Hunderte von anderen Stoffen, die den menschlichen Organismus beeinflussen können. Dieser Mix ist es, der den Apfel so gesundheitswirksam macht. Isolierte Nährstoffe hingegen sind nicht nur weniger wirkungsvoll als natürliche Gemische, sie können im Einzelfall sogar schädlich sein. Bekanntestes Beispiel dafür ist isoliertes Beta-Carotin. Der eigentlich gesunde Möhrenfarbstoff erhöhte in einer Studie bei Rauchern und Menschen mit Herzproblemen das Krebsrisiko deutlich. Eingenommen wurde er nicht als Möhre, sondern in Tablettenform, mit genau abgewogenen 20 Milligramm täglich. Eine große Auswertung von insgesamt 68 Studien bestätigte 2007, dass Testpersonen, die über Jahre hinweg isoliertes Vitamin A, Beta-Carotin oder Vitamin E zu sich genommen hatten, sogar früher starben.

 

Nahrungsergänzung wirkungslos?

Die Ergänzung der Nahrung mit verschiedenen Formen von Vitamin B oder mit Omega-3-Fettsäuren hat offenbar keine Schutzwirkung für Patienten, die einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall erlitten haben. In einer randomisierten Studie französischer Wissenschafter ergab sich unter 2.501 Teilnehmern in vier Gruppen kein Unterschied in der Häufigkeit schwerwiegender kardiovaskulärer Ereignisse. Darauf macht die Deutsche Gesellschaft für Neurologie in einer Aussendung aufmerksam. Durchschnittlich 4,7 Jahre lang hätten die Patienten nach dem Zufallsprinzip entweder B-Vitamine, Omega-3-Fettsäuren, beide Wirkstoffe oder ein Scheinmedikament erhalten. "Der Gebrauch von Nahrungsergänzungsmitteln zur Prävention kardiovaskulärer Ereignisse kann daher weiterhin nicht empfohlen werden - und darf erst recht keine bewährten Therapien ersetzen", kommentiert Hans-Christoph Diener von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie die Studienergebnisse.

Enttäuschte Hoffnung

Der Glaube, der Gesundheit mit Vitaminpillen und anderen Nahrungsergänzungsmitteln etwas Gutes zu tun, ist weit verbreitet. Wissenschaftliche Beweise sind jedoch noch immer Mangelware. Vor diesem Hintergrund hat ein Team von Medizinern um Pilar Galan von der Université Paris jetzt die Resultate einer großen Studie vorgelegt, die erneut viele Hoffnungen enttäuschen dürfte: Insgesamt 2.501 Patienten aus ganz Frankreich, die entweder einen Herzinfarkt (1.151) oder einen Schlaganfall (639) erlitten hatten, oder bei denen eine instabile Angina pectoris (711) diagnostiziert worden war, hatten an der Untersuchung teilgenommen. Im Mittel hatten sie 101 Tage nach dem Ereignis damit begonnen, entweder ein Gemisch aus  Vitamin B6, Vitamin B12 und der Folsäure-Verbindung 5-Methyltetrahydrofolat einzunehmen, oder 600 mg der beiden Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA, oder beide Nahrungszusätze, oder ein Scheinmedikament.

Durchschnittlich 4,7 Jahre lang hatten die Patienten zweimal täglich ihre Pillen genommen. Am Ende jedoch hatte keine der Interventionen die Gesamtzahl schwerer kardiovaskulärer Ereignisse gegenüber dem Scheinmedikament verringern können. Im Vergleich zwischen B-Vitaminen und Placebo hatten 75 gegenüber 82 Patienten ein schwerwiegendes vaskuläres Ereignis erlitten, und der Vergleich von Omega-3-Fettsäuren versus Placebo ergab 81 gegenüber 76 Ereignisse.

Scheinbar plausibler Schutzeffekt

Immer wieder hatten Wissenschafter in den vergangenen 15 Jahren berichtet, dass Menschen, die mehr B-Vitamine oder Omega-3-Fettsäuren zu sich nehmen, seltener einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall erlitten als der Durchschnitt der Bevölkerung. Auch wusste man bereits, dass schon moderat erhöhte Blutwerte des Stoffwechselproduktes Homocystein mit einem erhöhten Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen einhergehen und dass Nahrungsergänzungsmittel mit Folsäure und Vitamin B12 den Homocystein-Blutspiegel um ein Viertel zu senken vermögen. Die Hoffnung, durch die Gabe von Vitaminen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu verringern, wurde aber inzwischen in neun großen Studien enttäuscht, und Untersuchungen mit Omega-3-Fettsäuren hatten widersprüchliche Ergebnisse erbracht.

Auch in der aktuellen Untersuchung hatten sich zwar die Blutwerte jener Probanden verbessert, die Nahrungsergänzungsmittel eingenommen hatten. Der primäre Endpunkt der Studie war jedoch durch beide Interventionen unverändert gegenüber Placebo. Die Anzahl der Schlaganfälle war zwar unter B-Vitaminen deutlich geringer gewesen (21 gegenüber 36 Ereignissen), die Gesamtmortalität mit 72 gegenüber 45 Todesfällen jedoch signifikant höher. "Diese Untersuchung bestätigt somit erneut, dass positive Zusammenhänge aus Beobachtungsstudien keine gute Grundlage für Empfehlungen gegenüber den Patienten sind", warnt Diener.

 

Extrakte aus echten Inhaltsstoffen - die Alternative?

Aufgrund der genannten Tatsachen setzen einige Produkte nicht auf isolierte, synthetische Wirkstoffe. Sie packen natürliche Wirkstoffcocktails in ihre Kapseln und Pillen. Ein Beispiel dafür ist das Vitamin C, von Chemikern Ascorbinsäure genannt. Konventionell wird sie durch eine siebenstufige chemische Synthese oder noch einfacher und billiger von genmanipulierten Mikroorganismen produziert. Andere Hersteller dagegen verwenden eine Vitamin-C-reiche Frucht aus Bio-Anbau, die Acerolakirsche. Die Kirschen werden bei maximal 40 Grad zu Maische verarbeitet und dann zu Pulver sprühgetrocknet. Es enthält neben Vitamin C alle anderen Antioxidantien, Mineralstoffe und Spurenelemente der Kirsche. Das Prinzip dabei ist immer das Selbe: Die natürliche Vielfalt der Inhaltsstoffe zu Kapseln und Pulver zu verarbeiten.