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Süßkraut als gesunder Zuckerersatz

Mit Ausnahme von Fett gibt es kein Lebensmittel, das einen höheren Kaloriengehalt hätte. Doch schon im nächsten Jahr könnte ein Ersatzmittel auf den Markt kommen, das den Zucker ersetzten könnte, ohne uns die Weihnachtskekse und den Baumbehang madig zu machen.

Die Rede ist von den Inhaltsstoffen einer in Südamerika beheimateten Pflanze, Stevia rebaudiana, zu Deutsch Süßkraut oder Honigkraut, deren Blätter von der lokalen Bevölkerung seit Jahrhunderten zum Süßen ihres Tees verwendet werden. 1931 wurden schließlich die Inhaltsstoffe, die für die Süße von Stevia rebaudiana verantwortlich sind, untersucht. Wie sich dabei herausstellte, handelt es sich um eine Mischung aus insgesamt acht bis dahin unbekannten Glycosiden. Der Clou daran: Sie süßen nicht nur viel intensiver als Rübenzucker, sondern haben auch so gut wie keine Kalorien, greifen den Zahnschmelz nicht an und sind auch für Diabetiker geeignet. Darüber hinaus sind sie - im Gegensatz zu vielen anderen Süßungsmitteln - bis 200 °C hitzebeständig, können also auch beim Kochen und Backen verwendet werden.

Doch während der Wunder-Süßstoff in weiten Teilen Zentral- und Südamerikas sowie Asiens seit Jahrzehnten eifrig in Verwendung ist, ist er in der EU bis jetzt verboten. Der Hintergrund: Lebensmittel, die in der EU vor 1997 (seit damals gilt eine entsprechende Verordnung) nicht in nennenswertem Umfang im Einsatz waren, gelten als sogenannte Novel Food und sind als solches zulassungspflichtig - so auch das Süßkraut samt seinen getrockneten Blättern und Rohextrakten. Ein Antrag auf Zulassung der Pflanze als Lebensmittel wurde aufgrund mangelnder Daten zur gesundheitlichen Unbedenklichkeit abgelehnt.

Anders verhält es sich mit den in Stevia enthaltenen Süßstoffen, die durch chemische Verfahren als Reinstoffe aus der Pflanze gewonnen werden, den Steviolglycosiden: Ihnen hat die Europäische Behörde für Lebensmittel- sicherheit (EFSA) im heurigen April gesundheitliche Unbedenklichkeit bei einer täglichen Aufnahmemenge von 4 mg/kg Körpergewicht bescheinigt, allerdings auch darauf hingewiesen, dass dieser Wert vor allem bei Kindern, aber auch bei Erwachsenen bei den vorgesehenen Verwendungsmengen wahrscheinlich überschritten würde. Mit der Zulassung von Steviolglycosiden als Zusatzstoff in bestimmten Lebensmittelgruppen ist im Laufe des Jahres 2011 zu rechnen.